Australien 2023
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Vorbereitungen - GPS   49° 28,5' N   8° 34,0' E Karte

Noch einmal ...

... wollten wir eine längere Reise nach Australien machen wie schon 2006. (Man wird ja nicht jünger...) Diesmal starten und enden wir in Adelaide. Die Route steht nur sehr grob fest, wir wollen so schnell wie möglich aus dem Winter im Süden in den warmen Norden. Dort über die Gibb River Road und Mitchell Plateau Richtung Westen bis zur Dampier Halbinsel. Zurück ggf. ├╝ber den Victoria Highway und dann je nach Wetter und Zeit, langsam nach Süden tingeln und schöne Ecken noch einmal besuchen und neue entdecken. Insgesamt werden wir von Mitte Juni bis Ende November unterwegs sein. Aber, bis dahin waren und sind noch einige Vorbereitungen zu treffen:

  • Route - von der geplanten Route hängt auch die Reisezeit ab
  • Haus - das Haus muss über das halbe Jahr versorgt werden
  • Orga - Flüge, Visum, Krankenversicherung, internationaler Führerschein, Medikamente
  • Fahrzeug - Camper mieten? Auto kaufen?
  • Packen - das wird noch ein Spaß

Bild
Geplante Route - sehr grob

Route

Wir planen so bald als möglich nach Norden aufzubrechen, um dem australischen Winter im Süden zu entfliehen. Im Zentrum und Norden sollte dann Trockenzeit sein, und die Straßen und Tracks sollten dann hoffentlich wieder geöffnet sein. Wir hoffen auch die richtige Zeit zu erwischen, so dass die Wasserstäde in den Flussüberquerungen schon gesunken sind, aber die Wasserfälle, die wir besuchen wollen, noch nicht ganz ausgetrocknet sind. Von Katherine im Norden soll es dann über die Gibb River Road (GRR) ins Kimberley, zum Mitchell Plateau und bis zur Dampier Halbinsel gehen, wo wir hoffen ein paar schöne Tage im wunderschönen Middle Lagoon zu verbringen. Leider bleiben ein paar Orte auf der GRR, aufgrund der FLutschäden durch Zyklon Ellie im Januar, die komplette Saison 2023 geschlossen, siehe hier. Zurück dann wahrscheinlich über den Victoria Highway zu den Bungle Bungles. Dann sehen wir mal wieviel Zeit ist und wie das Wetter und die Temperaturen sind. Eventuell noch nach Norden zum Litchfield Nationalpark und dann über Alice Springs und den Oodnadatta Track zurück nach Süden. Rainbow Valley, Dalhousie Springs, Flinders Ranges sind dabei ein paar der Orte, die wir besuchen wollen. Wo wir dann letztendlich landen, könnt ihr ja in unserem Blog verfolgen.

Haus

Was ist zu tun, wenn man sein Haus ein knappes halbes Jahr verlässt? Die Post wird umgeleitet und an meinen Bruder geschickt, der sich dankenswerterweise darum kümmern will. Wir haben auch jemanden gefunden, der sich um Haus und Garten kümmert und auch die Heizung wieder anstellt, bevor wir wiederkommen. Der Schornsteinfeger musste noch kommen, bevor wir weg sind. Zählerstände ablesen wird noch spannend, da die Benachrichtigung hierzu per E-Mail an mich kommt. Schauen wir mal, wie das klappt. An einigen Fenstern haben wir noch stärkere Griffe montiert, zusätzlich zu den Einbruchsicherungen, die wir nach dem letzten Einbruch montiert haben. Auch hier kann man nur hoffen, dass alles gut geht.

Orga

Flüge hatten wir schon Ende des Jahres gebucht, es geht mit Singapur Airlines über Singapur nach Adelaide. Und im November mit einen kleinen Abstecher über Bali wieder zurück. Bin mal gespannt ob es irgendwie Probleme mit unser ganzen Ausrüstung gibt. Es gibt ja inzwischen ziemlich rigide Vorschriften bezüglich Akkus und Batterien.

Da das normale Touristenvisum nicht ausreichend ist, haben wir ein Visitor Visum Subclass 600 für 6 Monate beantragt und auch bekommen. Der Antrag erfolgt online über die Webseite des australischen Department of Home Affairs. Das Visum kam per E-Mail, kaum dass wir den ausgefüllten Antrag abgeschickt und die Gebühr bezahlt hatten.

Eine Auslandskrankenversicherung haben wir über die Barmenia abgeschlossen. Immer in der Hoffnung, dass man die nicht benötigt.

Den internationale Führerschein haben wir auch schon zeitig beantragt, ist 3 Jahre gültig, das sollte reichen.

Ein wenig Kopfzerbrechen macht uns noch das neue System der Vorbuchungen für australische Nationalparks. Für viele Parks benötigt man einen Park Pass um mit dem Auto einfahren zu können und zusätzlich muss man den jeweiligen Campground online im Voraus buchen und bezahlen. Die jeweilige Buchung, sowie der Park Pass muss dann ausgedruckt und am Fahrzeug befestigt werden. Das praktische System der "Self Registration" bei Einfahrt gibt es nicht mehr. Nun alle Übernachtungen für ein halbes Jahr im Voraus zu buchen macht keinen Sinn. Unterwegs werden wir kaum Internet haben, da frage ich mich, wie das in der Praxis funktionieren wird. Nun, vielleicht buchen wir zumindest die Park Pässe von hier aus und drucken sie aus.

Fahrzeug

Wie bewegen wir uns nun fort in Down Under? Letztes Mal hatten wir ja einen Offroad Campervan von Apollo gemietet. Dort hatten wir auch wieder angefragt. Aber es gab keine Möglichkeit, einen der neueren Wagen mit Solar Panel zu buchen und auch die leidige Vorschrift, dass man vor jedem Befahren einer Offroad Strecke eine schriftliche Genehmigung von Apollo einzuholen hat, gab es auch immer noch. Das hatte uns 2006 viel Zeit gekostet. Also haben wir davon Abstand genommen.
Wir haben dann erst mal einen Zeltanhänger bei Challenge Camper Trailer Hire gemietet. Jane und Gary dort waren sehr kommunikativ, was unsere Fragen und Wünsche anging. Bin mal sehr gespannt darauf, wie sich dass so anlässt und wieviel Aufwand das Zelt Auf- und Abbauen macht. Jetzt fehlte nur noch ein Zugfahrzeug. Wir hatten erst beschlossen, uns was Passendes vor Ort zu kaufen und am Ende wieder zu verkaufen. Aber so richtig glücklich waren wir damit nicht. Wie das viele Geld hin und her transferieren, ohne jede Menge Bankgebüren und Zeitverlust? Wieviel Zeit einplanen, um am Ende das Auto wieder zu verkaufen? Nun, wir sind dann auf Comlete Ute and Van Hire gestoßen. Nachdem die Firma uns auch noch von unseren Zeltanhänger-Vermietern empfohlen wurde, haben wir dort einen Toyota Landcruiser gemietet.
Details zum Auto und zum Hänger finden sich auf den jeweiligen Seiten Auto und Zeltanhänger .

Packen

Was muss alles mit und was besorgen wir besser vor Ort? Nun, zum Thema Technik hat Ric ja schon eine Seite begonnen. Kleidung benötigen wir ja für alle Klimazonen, vom Winter im Süden bis zum tropischen Norden, wobei es auch dort nachts sehr kalt werden kann. Und dann noch der anschließende Badeurlaub auf Bali. Aber Kleidung ist nicht so problematisch, in Australien gibt es auch Geschäfte, wo man das ein oder andere kaufen kann. Auch Sonnenmilch, Mückenspray etc. braucht man nicht von hier mitschleppen.

Ein Thema ist Medikamente. Da man offiziell verschreibungspflichtige Medikamente nur für maximal 3 Monate einführen darf, haben wir uns entsprechende Rezepte ausstellen lassen und werden als Erstes versuchen, die benötigten Medikamente von einem australischen Arzt verschrieben zu bekommen. Außerdem müssen die mitgeführten Medikamente deklariert werden, so dass wir wohl durch den "roten" Zollausgang gehen müssen.

Fotoapparat, Unterwasserkammera, Stativ, ausreichend SD-Karten und externe Festplatte zum Sichern der Fotos müssen natürlich mit. Ich nehme meine Canon PowerShot SX70 HS mit und für Unterwasser die Olympus TG5.

Der Trailer hat ja eine "Küche" zum Ausklappen und einen Gasherd. Ich habe mir noch einen Omnia Ofen besorgt, mit dem man angeblich auf dem Gasherd auch backen kann. Werde berichten, ob sich das bewährt.

Aber wahrscheinlich nehmen wir, wie so oft, viel zu viel mit und davon noch das falsche. 😁

Rics Kommentar: Andrea hat wirklich unglaubliches geleistet bei den Vorbereitungen, vor allem Routen, Visa, Permits, etc. Aber auch Ausrüstung für die vielen Sachen, die wir im Outback machen wollen. Ich habe mich mehr auf die Technik konzentriert, und da kommt schon einiges zusammen. Wir werden auf unserer Technik-Seite noch berichten was sich (nicht) bewährt hat.

Jetzt hoffen wir erstmal, dass wir heil nach Oz kommen, Arnulf uns tatsächlich abholt, und wir langsam das gemietete Equipement (Auto und Hänger) einsammeln, und in Adelaide weiter ausrüsten können. Und dann machen wir Bestandsaufnahme, ob wir meinen, alles für unsere Outback-Tour zu haben. Aber bis dahin ist noch hin...


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