Ausrüstung - Camping
Natürlich sollte ein Miet-Camper auch entsprechende Ausrüstung fürs
Camping an Bord haben. Na ja, es gab zwei Tassen, zwei Teller, zwei Messer, zwei Gabeln,
zwei Löffel (alles billigstes Blech-Besteck), usw. Das war uns für unsere
lange Tour doch etwas spärlich. Auf dieser Seite beschreiben wir daher die
von uns fürs Camping zusätzlich angeschafften Dinge, auf die wir nicht
verzichten wollten.
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Camping-Lampe
Die beiden Teile im Bild haben wir bereits sehr früh angeschafft, weil es ohne kaum ging. Die
Camping-Lampe war unbedingt nötig, weil das Außenlicht unseres Campers sehr
dunkel ist (zudem brannten ständig die Birnen durch). Kochen und Spülen mit der
Taschenlampe ist aber nicht sehr bequem, Lesen ist damit erst recht nicht möglich. Zudem
wollten wir auch eine unabhängige Lampe, falls das Licht mal wieder ausfallen sollte, oder
wir keinen Strom mehr in der Batterie haben. Diese Camping-Lampe ist dafür ideal:
Sie ist wirklich sehr hell (arbeitet mit einer Art Neon-Lampe innen), hat (bisher) sowohl
Spritzwasser als auch heftiges Gerüttel klaglos überstanden, und wird von einer
kleinen Blei-Batterie gespeist, wie eine kleine Auto-Batterie. Voll aufgeladen brennt sie
8 Stunden (laut Spezifikation, tatsächlich ist sie uns noch nie ausgegangen). Laden
dauert etwa 10 Stunden, Kapazität ist 6 Ah (damit lässt sich rechnen). Da es eine
einfache Blei-Batterie ist, kann man sie mit einem mitgelieferten Kabel vom
Zigarettenanzünder laden (verlustfrei), oder - bei Powered Sites - mit einem kleinen Netzteil von
220V (war ebenfalls dabei). Diese Lampe ist auch beweglich (kein Kabel, außer zum Aufladen),
so dass man sie überall hinstellen kann, oder auch mit zur (unbeleuchteten) Gruben-Toilette
auf dem Buschcamp mitnehmen kann (bequemer als eine Taschenlampe, die man immer festhalten muss).
Einziger Nachteil: Das sehr helle Licht zieht viele Insekten an. Wir hängen sie deshalb
außen an unser Sonnendach (wenn es aufgebaut ist), oder seitlich an den Camper-Aufbau.
Kosten: knapp 40 AU$ (Camping Shop, Burra).
Kaffeemaschine
In unserem Camper gab es keine Ausrüstung um Kaffee zu kochen, nicht einmal ein Filterhalter.
Wir haben uns dann für die oben abgebildete Kaffemaschine (ein "Pusher") entschieden.
Sie braucht
kein Filterpapier, ist nicht so wackelig wie eine Kanne (gibt es auch nicht an Bord) mit
aufgesetzem Filter, und läßt sich auch mit dem Wasserkanister reinigen. Den Kaffee-Sud
kann man in den nächsten Busch schütten - das ist eher ein guter Dünger als
Asche vom Lagerfeuer. Kosten: 25 AU$ (Supermarkt Melbourne).
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Cockpit-Sonnenschutz
Auch das braucht man unbedingt - schade, dass es nicht zur Standardausrüstung
gehört: Ein Sonnenschutz für die Fahrerkabine. Beim Campen sitzt da zwar
niemand, aber bei voller Sonneneinstrahlung wir es dort unglaublich heiß. Im
Cockpit gibt es aber immer einige elektronischen Geräte, und ausserdem stauen
wir beim Campen dort einiges, was wir hinten im Camper selten brauchen (z.B. Kameras).
Daher ist dieser Schutz unbedingt empfehlenswert. Die Schaumstoff-Matte ist einseitig
mit Alu beschichtet und wird durch die heruntergeklappten Sonnenblenden festgehalten.
Kosten: 5 AU$
(City-Campground Alice Springs). Übrigens ist meist noch ein zweiter Schutz für
die Seitenscheibe empfehlenswert, auf die die Sonne gerade scheint. Wer das Bild genau
ansieht, kann vielleicht erkennen, dass wir dazu unsere Erdinger-Fahne benutzt haben.
Diese hatten wir eh mitgenommen um ein Erdinger-Bild am Ayers Rock zu machen (ist leicht
und braucht nicht viel Platz), und so macht sie sich auch darüber hinaus nützlich!
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Fussmatte
Noch ein Teil, das ich mir in der Standard-Ausrüstung des Campers gewünscht
hätte: Eine Fussmatte. Ohne die trägt man noch mehr Dreck in den
Camper-Innenraum, besonders, wenn man mal wieder auf Staub und Dreck steht. Außerdem
haben wir die Matte auch manchmal benutzt, um gefährliche Löcher im Boden zu
verdecken, die in der Nähe des Einstiegs sind, denn da tritt man bestimmt hinein,
wenn man nachts auf dem Weg zur Toilette ist... Die Matte im Bild ist aus Recycling-Material
hergestellt, nämlich aus alten Autoreifen. Zudem ist sie biegsam, passt sich also auch
einem welligen Boden an. Kurz: hat hier (fast) jeder!
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Camp Oven
Manchmal ist ja doch schön, etwas im Lagerfeuer zu kochen. Das geht mit den
Edelstahltöpfen, die wir im Camper fanden, allerdings nicht. Wir haben einmal versucht,
etwas mit der Edelstahlpfanne zu kochen, die wir auf die heiße Stahlplatte eines
Standard-Grills im Busch-Camp gesetzt hatten, aber das war nicht gut: Die Wandung der
Pfanne ist viel zu dünn, sie verteilt die enorme Hitze des Lagerfeuers nicht richtig,
und wird dabei trotzdem so schwarz, dass die Reinigung sehr aufwändig ist.
Zudem waren wir speziell daran interessiert, etwas zum Brotbacken zu haben, denn das Brot, das man
hier bekommt - eine superweiche Pampe - ist für unsere Verhältnisse kaum als
genießbar zu bezeichnen.
Deshalb haben wir uns schließlich einen "Camp Oven" gekauft, wie ihn hier fast jeder
Outback-Camper hat, sofern er nicht mit gemieteter Ausrüstung unterwegs ist. Auf der
Verpackung heißt er "Dutch Oven", aber Holländer, die wir unterwegs trafen, hatten
auch keine Ahnung, woher diese Bezeichnung kommt. Es handelt sich um einen schweren, dickwandigen
Topf aus Gußeisen mit ebensolchem Deckel. Man kann ihn im Prinzip direkt ins Feuer stellen
oder hängen, aber die Hitze wird dann meist doch zu groß (wie unser erster Versuch
ein Brot zu backen im Rainbow Valley gezeigt hat). Besser verfeuert man zunächst ein paar
kleinere Äste, schaufelt dann deren Glut an die Seite, und stellt den Camp Oven in diese
Glut. Für Oberhitze schaufelt man noch etwas Glut auf den Deckel. So kann das Feuer
weiterbrennen, und gegebenenfalls schaufelt man später noch Glut aus dem Feuer auf den Ofen.
Mit diesem Ofen haben wir schon mehrfach wirklich gutes Brot gebacken, wie man es hier nicht
kaufen kann. Vor der ersten Benutzung muss man den Ofen allerdings "einbrennen". Dazu haben
wir die Innenflächen mit Speiseöl benetzt, und den Ofen dann auf dem Gaskocher erhitzt,
bis das Öl verschwunden war. Natürlich wird der Ofen außen ziemlich
rußig, daher stauen wir ihn in einem unserer Außenfächer, die ohnehin sehr
viel Dreck von der Strasse aufsammeln. Kosten: 18 AU$ (Harware-Shop "Mitre10", Alice Springs).