09.06.06 Rainbow Valley - GPS 24° 18,8' S 133° 38,6' E
Im Rainbow Valley
Rainbow Valley ist eine Sandstein-Formation vor einer großen Lehmpfanne ("Clay Pan")
südlich von Alice Springs. Man fährt etwa 80 km den Stuart Highway nach Süden,
dann kommt etwa 25 km passable unbefestigte Straße, und dann noch gut 1 km "schwieriges"
Gelände (das einem die Straßenautos und die meisten Caravans vom Leib hält).
Besonders zum Sonnenuntergang leuchten die unterschiedlichen Gesteinsschichten von Rot bis Weiß,
und von der Clay Pan aus hat man ein beeindruckendes Bild.
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Lagerfeuer: Ranger-Talks und Brot backen
Der Wind ist immer noch schneidend kalt, besonders abends. Da wir fast Vollmond hatten, war die
Nacht aber trotzdem sehr schön. Wenn man das erleben will, hilft nur ein Lagerfeuer! Da
wir zum Glück vorher ausreichend Holz gesammelt hatten, ließ es sich dann am Feuer aushalten
(mit warmer Jacke und Pudelmütze, versteht sich). Eine gute Stunde nach Sonnenuntergang
kam dann der Ranger vorbei, den wir erwartet hatten, denn am Freitag gibt es "Campfire Talks" im
Rainbow Valley, bei denen der örtliche Ranger die Interessierten am Feuer versammelt und
erzählt, was er über die lokale Geologie, Flora und Fauna so weiß. Zusätzlich
haben wir die Gelegenheit genutzt, und unseren neu erworbenen "Camp Oven", einen schweren,
gußeisernen Topf einzubrennen und das erste Brot zu backen. Das Timing war etwas schwierig,
weil der Ranger nicht 45 min. sondern 1,5 Std erzählt hat, und irgendwie war unser Feuer
zu heiß und hatte zu viel Glut. So wurde unser erstes Brot außen "extrem dunkel", aber
das Innere schmeckte eigentlich gut. Na ja, wir werden weiter üben...
Hier eine kleine Bildergalerie aus dem Rainbow Valley:
Mit Klick auf ein Bild gibt es die "gewohnte" Größe, mit dem "Zurück"-Knopf
des Browsers kommt Ihr wieder hierher.
Leider ist der Platz viel zu klein, um die Eindrücke aus Rainbow Valley wiederzugeben:
Den Sonnenuntergang über den leuchtenden Sandsteinfelsen, die
riesige, völlig ebene Clay Pan davor,
den feinen Sand, der hier wohl schon in der letzten Eiszeit herumgeweht wurde, und die bizarren
Felsen, die die Erosion seither geschaffen hat...
Andrea's Kommentar: Der Ranger hatte wirklich Interessantes zu berichten; von Fröschen,
die in einer Art zweiten Haut-Blase Wasser speichern und so Jahre der Trockenheit tief im Schlamm
vergraben überleben, bis wieder genug Regen fällt, um die Clay-Pan mit Wasser zu füllen.
Oder Pflanzen-Samen, die zig Jahre der Trockenheit überstehen und dann in den ca. 8 Wochen,
wo es genug Wasser gibt, wachsen, blühen, Samen produziern und wieder absterben.
Temperaturen: Der Ranger fand es ganz erstaunlich, aber nicht weiter schlimm, dass er morgens beim
Aufwachen seine Stirn am Swag (so eine Art Matratze mit Schlafsack dran) festgefroren fand...
Brot-Backen: Nachdem das mit den Brötchen schon ganz gut geklappt hat, haben wir uns an ein
ganzes Brot gewagt - naja: die Gesamtmenge an Hitze war wohl ok, nur an der Verteilung müssen wir noch
arbeiten: weniger, aber dafür länger.
Aussies und Lagerfeuer: Da der gemeine Australier immer einen ausreichenden Fleischvorrat mit
sich führt und diesen auch gerne über offenem Feuer verbrennt (auch da wo es verboten ist), haben die
örtlichen Behörden vorgesorgt und sogar die "Autobahn"-Raststätten mit Feuerplätzen
samt Grill und passendem Feuerholz ausgestattet. So wird sozusagen das Feuer kontrolliert und
verhindert, dass die Aussies bei ihrem Nachmittagsstop auf dem Highway die angrenzenden Farmen mit
Hilfe ihrer Kettensägen ganz von Bewuchs entblößen.