08.07.06 Kununurra - GPS 15° 46,2' S 128° 43,8' E
Kununurra
Kununurra ist eine relativ junge "Stadt" (genauso jung wie der Ric), die im Wesentlichen als
Versorgungsstation für das östliche Kimberley dient. Dazu gibt es dann den Lake Argyle aus dem
aufgestauten Ord-River, der die Wasserversorgung der umliegenden Farmen sichert.
Kununurra selbst ist eher uninteressant, außer natürlich der Automechaniker, Autoelektriker und
der Coles-Supermarkt. Wir kämpfen immer noch darum einen neuen Lader für die Batterie zu bekommen,
geht nicht so richtig voran. Apollo will nicht so recht (ist halt teuer) und reagiert sehr langsam
("ja, wir überlegen das und rufen dann zurück", was aber nicht passiert ...), aber uns brennen immer die Birnen durch,
da das gesamte Netz zu viel Spannung kriegt, wenn wir am Strom angeschlossen sind. Und die Batterie
findet das auch nicht spaßig.
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Lake Argyle
Am Lake Argyle gibt es als Attraktion das "Lake Argyle Tourist Village". Ein Campground und ein Shop
wo man Bootstouren und Rundflüge buchen kann. Ansonsten eher nicht viel. Es sei denn, man hat
ein eigenes Boot, dann gibt es noch eine Bootsrampe. Das Tourist-Village ist an einem Ende des
riesigen künstlichen Sees und ansonsten ist da nichts. Aber hübsch anzuschauen, das haben wir dann
auch gemacht. Im Bild sieht man übrigens auch rechts den Damm, der diesen See aufstaut.
Und danach sind wir dann bald wieder zurück in die "große" Stadt gefahren.
Noch etwas gibt es, eine Picknick-Gelegenheit hinter dem Damm am unteren Ord-River. Dort haben wir
vor der Rückfahrt noch ein Päuschen eingelegt. Wenn man den riesigen See sieht, könnte
man auf die Idee kommen, da etwas mehr draus zu machen....
Hidden Valley
Die wirkliche Attraktion in Kununurra, fanden wir, ist das "Hidden-Valley" (Mirima Nationalpark). Dort
gibt es ähnliche Felsstrukturen wie in den Bungle-Bungles. Ein winziges Tal mit einem schönen
Walk. Wir sind vor dem Frühstück dort hin gefahren und haben dann in aller Ruhe dort
gefrühstückt. Nur ein paar einheimische Jogger und Walker nutzten die schöne Kulisse
für ihren Frühsport. Herrlich! Unten noch ein paar Eindrücke aus dem Hidden-Valley.
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Ric's Kommentar: Lake Argyle ist wirklich riesig, fast 70 km lang und 30 km breit,
und die Wasserfläche
ist fast gänzlich ungenutzt. Was für eine Schande! Eine Motor-Yacht und einen
Katamaran haben wir vor Anker liegend gesehen. Und da wir über den einzigen Zugang
zu diesem riesigen See gekommen sind, wird da auch nicht viel mehr sein, außer den
paar Touri-Booten, die vom "Tourist Village" aus verkehren. Da könnte man viel machen:
segeln natürlich, rudern, usw. Und auch ein paar Ufer könnte man zum Schwimmen
freigeben, wenn jemand aufpassen würde, dass nicht doch ein Krokodil sich hierher
verirrt...
Und Hidden Valley - bzw. Mirima - war super! Da es nur ein paar Kilometer vor Kununurra
liegt, ist es zwar alles andere als "unentdeckt", aber nach unserem frühen Aufbruch
war unser Frühstück dort fast einsam, und sehr idylisch. Ach ja - diese
Formation stammt übrigens aus dem Devon und ist 380 Millionen Jahre alt. Die dunkleren
Streifen sind Schichten mit mehr Lehm, in denen sich Zyano-Bakterien eingenistet haben. Die helleren
Schichten sind lehmarm, und ziemlich bröckelig, da nicht von den Bakterien verkleistert.
Wahrscheinlich ein Alptraum für Freikletterer, aber das Klettern ist auf diesen
Formationen ohnehin verboten.