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14.06.06 Auf dem Stuart in die Tropen - GPS 16° 15,2' S 133° 22,2' E
Die Butter schmilzt... Auf dem Highway gibt es nicht viel zu sehen - meint man. Aber tatsächlich ist es schon interessant. Die Road Trains, die hier fahren, sind schon ein Hindernis, wenn man wie wir etwas schneller als 100 km/h fahren kann; überholen wird dann oft zur Zitterpartie. Aber selbst auf den Rastplätzen, die so alle 40-80 km am Straßenrand zu finden sind, gibt es oft Erstaunliches zu sehen. So haben wir hier die ersten guten Aufnahmen eines Greifvogels (wahrscheinlich ein Bussard, wenn es jemand genau weiß, sagt es mir) machen können. Am faszinierendsten ist aber, wie sich die Landschaft langsam ändert: von wüstenartig trocken zu savannenartig bis tropisch grün, wie das auf den Bildern ganz unten zu sehen ist.
Am Wendekreis des Steinbocks
Devils Marbles
Daly Waters Roadhouse Den urigen Daly Waters Pub muss man natürlich besuchen, aber im Gegensatz zu unserem letzten Aufenthalt hier (September 2001) war der Campground gerammelt voll. In der Musikbox läuft immer noch Hardrock (Iron Maiden, etc.), zumindest tagsüber, aber wenn abends die Busse mit den Jugendlichen weitergezogen sind, stellt man sich auf das "typische" Camper-Publikum um, und das ist wesentlich(!) älter als wir! So war denn auch die abendliche Unterhaltung nicht wirklich nach unserem Geschmack - Gitarre und Akkordeon. Und es wäre schon eine deutliche Verbesserung gewesen, wenn die "Künstler" ihre 3 Akkorde wenigstens beherrscht hätten ;-)
Andrea's Kommentar: Es stimmt: die Butter schmilzt. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte ist: jetzt muss sie in den Kühlschrank. Und dazu brauchen wir unsere zweite Batterie, die kurz ihren Geist aufgeben wollte. Das Ding war bestimmt noch nie gewartet und rappeltrocken. Ric hat über zwei Liter Wasser reingeschüttet und jetzt hoffen wir, dass sie sich wieder erholt! Daly Waters war diesmal echt herb! Tags lief der gewohnte Hardrock, aber aus einem gemütlichen Kneipenabend wurde dann nix, da sie dort Football geguckt haben. Draußen im Biergarten gab's Barramundi und Steaks vom Grill mit Salatbar. Leider auch die Abendunterhaltung. Kam mir vor, wie auf 'ner Butterfahrt nach Holland, nur dass man keine Decken kaufen musste. Dieser Typ setzt sich 2 Baby-Adler auf den Kopf, singt zotige Lieder von feuchtem Toilettenpapier und quält dazu seine Gitarre und alle finden das prima. Wir nicht! Aber es war trotzdem herrlich endlich draussen im Warmen zu sitzen und ein kühles Bier zu trinken. |